Laufen, laufen, laufen…

Von vier auf 100 Kilometer pro Tag: Schlittenhunde sind richtige Ausdauersportler. Das Training beginnt im September und dauert bis Ende April. In der schneefreien Zeit trainiert der Musher mit Hilfe eines Trainingswagens, womit er kurze Distanzen (4–5 km) fährt. Dann wird langsam gesteigert. Am Schluss der Saison laufen die Schlittenhunde bis zu 100 km an einem Tag. Doch bis dahin ist es ein hartes Stück Arbeit.

Oberster Grundsatz für den Musher ist es, die Kontrolle über das Team zu haben. Beim Training kann man zum Hund Vertrauen aufbauen. 

Zu einem nachhaltiges Training gehört die entspechende Ausrüstung. Ein stabiler Wagen oder ein Schlitten mit Ladefläche mit belüftetem Transportsack und zuverlässigem Bremssystem gehört zur Standartausrüstung. Intakte Geschirre und Leinen, das Mitführen von Booties, Notleinen und Reservematerial sind eine Selbstverständlichkeit.

Nach der Sommerpause müssen die Hunde Kraft und Kondition neu aufbauen. Vor einen Trainingswagen kann der Musher 8–10 Hunde einspannen und gleichzeitig trainieren. Auch die Junghunde werden jetzt zum ersten Mal eingespannt und mit viel Geduld an ihre neue Aufgabe gewöhnt. Sobald eine stabile Schneedecke liegt, kann der Musher die Trainingsdistanzen langsam steigern. Auf der weicheren Unterlage werden auch die Pfoten der Hund weniger stark beansprucht als auf den Schotterpisten. Zudem gleitet der Schlitten besser und fliessender als der Radwagen im Sommertraining. Im Dezember sind die Hunde durchtrainiert und fit. Sie freuen sich auf den Höhepunkt des Jahres: auf die Touren mit den Gästen durch die einsamen Landschaften.