Hunde sollen sich bei ihrem Halter wohl fühlen. Fürs Wohlbefinden grundlegend ist der Bau einer artgerechten Zwingeranlage.
Das ideale Gehege ist abwechslungsreich eingerichtet. im Sommer benötigen die Tiere kühle Schattenplätze, im Winter hingegen suchen die Hunde gerne sonnige Plätze auf um sich aufzuwärmen. Das Gehege sollte also sowohl bewaltetes als auch baumfreies Gelände bieten.
Der Zwinger enthält eine Hütte für jeden Hund, der genügend Platz aufweist. Die Hütten sollten etwas Abstand vom Boden haben und so bemessen sein, dass der Hund sich ausstrecken und sich darin drehen kann. Damit die Hunde sich in den Hütten richtig zu Hause fühlen, sollen deren Böden mit trockenem Stroh oder Sagmehl bedeckt sein.
Schlittenhunde benötigen auch im Zwinger Auslauf. Deshalb gehört eine Freilaufzone zu einer artgerechten Haltung dazu.
Eine sinnvolle Ergänzung ist das Anbringen eines Wassernapfes direkt an der Hütte, da der Hund diesen weder umwerfen noch wegtragen kann. Eine gute Beleuchtung des Zwingers erleichtert abends und an kurzen Wintertagen dem Musher die Arbeit.
Eine sorgfältige Planung der Anlage erlaubt es, die täglichen anfallenden Arbeiten schnell auszuführen. So bleibt mehr Zeit, um mit den Hunden zu spielen. Ein trockener, gut befestigter Boden macht den Aufenthalt im Zwinger für Mensch und Hund angenehm, erleichtert die täglichen Säuberungen und dient der Gesundheit der Hundepfoten.
Obwohl Hunde gesellige Tiere sind, ist es in der Paarungszeit oder bei Krankheit eines Tieres wichtig, ein von den anderen Hunden abgetrenntes Gehege zu haben.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten um Schlittenhunde an Trainings und Rennen zu transportieren:spezielle Transportanhänger, ausgebaute LKWs, Pickup-Aufbauten, umgebaute Wohnwagen oder PKW-Kombis. Die Boxen, in denen die Hunde während dem Transport Platz nehmen, bieten den Tieren auf den Touren Wetterschutz, genauso wie Schutz- und Ruheraum, um in wohliger Wärme den Beginn der Tour abzuwarten oder nach einer anstrengenden Tour zu entspannen. Die Schlittenhunde lieben ihre Transport- und Ruhebox. Sie fühlen sich in ihrer Box sicher und wohl. Wir selber haben in einem VW-Bus Holzboxen und einen Anhänger mit Aluboxen für den Transport unserer vier Beiner.
Hunde stammen von den Wölfen ab. Die wilden Vorfahren der Schlittenhunde besitzen hoch entwickelte Sinnesorgane, ein kräftiges Gebiss und eine ausgezeichnete Jagdtechnik um im Rudel Beutetiere zu fangen und zu töten. Die Beute, meistens Hirsche, Rehe, Rentiere oder Kleinsäuger, werden von den Wolfen mit "Haut und Haaren" gefressen. Also nicht nur Muskelfleisch, sondern auch die Innereien, Haut und Knochen. Auf diese Weise versorgten sich Wölfe mit allen notwendigen Nähr- und Wirkstoffen in geeigneter Form(z.B. vorverdaute Kohlenhydrate aus den Därmen ihrer Beutetiere).
Hunde leben zwar gezämt, ihre Anforderunge an eine ausgewogene Ernährung haben sich kaum geändert. Die Zähne zerkleinern grob die Nahrung, welche dann hinuntergeschlungen wird. Im Magen beginnt die Eiweissverdauung. Fette und Kohlenhydrate werden im Dünndarm abgebaut. Hunde können nur aufgeschlossene Kohlenhydrate verwerten. Die Durgangszeit der Nahrung durch den gesamten Verdauungskanal ist im Vergleich zu anderen Tierarten sehr kurz; d.h. Hundenahrung muss hoch verdaulich sein und darf nicht zu voluminös sein.

Die Futterzusammensetzung für Hunde hängt von der Rasse, dem Alter, der generellen physischen Verfassung des Tieres und dem Trainingsplan ab. Futter für Schlittenhunde bestehen in der Regel aus einem Teil Fertigfutter und einem Teil Fleisch.
Trockenfutter ist leicht zu lagern und zu füttern und braucht, wenn es für den normal aktiven Hund genutzt wird, keine Zusätze. Da Fleisch bis zu 75% Wasser enthält, muss der Halter grössere Mengen füttern, um auf dieselbe Kalorienzahl wie beim Trockenfutter zu kommen. Fleisch ist für den Hund höchst verdaulich. Trockenfuttermischungen sind heute fast perfekt auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt. Sie enthalten wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente die zur Gesundheit des Hundes beitragen. Das Trockenfutter sollte mindesten 15% Fett und mindestens 25% Proteine enthalten und von hoher Qualität sein, damit es den Ansprüchen des Schlittenhundes gerecht wird.
Die Futtermenge wird auf jeden Hund einzeln abgestimmt.

Wasser ist der wichtigste Ernährungsbestandteil überhaupt. Ein Mangel an Vitaminen, Fetten und Mineralien ist zwar der Gesundheit des Hundes abträglich, doch es kann Tage oder Wochen dauern, bis dieser Mangel sichtbar wird. Wassermangel kann dagegen schon innerhalb von wenigen Tagen zu schweren gesundheitlichen Schäden oder gar zum Tod führen.
Der Hund nimmt Wasser durch das direkte Trinken und durch den Wassergehalt des Futters auf. Er verliert Flüssigkeit durch den abgegebenen Kot, den Urin und durch die Verdunstung beim Atmen.