Um 1880 entdeckten Schatzsucher in Alaska das erste Gold. Der Goldrausch setzte ein. Um im unwegsamen und wilden Alaska Essen und Ausrüstung zu den Goldsuchern zu transportieren, waren Schlittenhunde das ideale Transportmittel.
Der Frachttransport mit Hundeschlitten wurde so zum seriösen Verdienst. Unter den Schlittenhundehalter kam bald das Wettkampffieber auf: Wer hat die leistungsfähigsten und ausdauernsten Hunde? Aus kleinen Rennveranstaltungen entwickelte sich dann 1908 in Nome (Alaska) das "All Alaska Sweepstskes", eine Art Lotterierennen, bei dem der Gesamteinsatz an den Gewinner ausbezahlt wurde. Ein reguläres Postteam mit Lastgeschirren und einem Lastschlitten gewann das erste "All Alaska Sweepstakes".
Schon 1909 leitete Scotty Allan die Ära der speziellen Rennausrüstung ein, als er mit einem speziellen Rennschlitten von 31 Pfund Gewicht an den Start ging. Die Rennteilnehmer kamen schon damals aus aller Welt nach Alaska um ihr Können als Musher und die Leistungsfähigkeit ihrer Schlittenhunde unter Beweis zu stellen.
Tragisch ist die Geschichte vom Pelztierhändler William Goosak, der mit 10 Hunden aus Russland nach Alaska kam um das zweite "All Alaska Sweepstakes" zu gewinnen. Sein Team kam im Rennen "nur" auf den dritten Platz und er musste alle Hunde verkaufen, um das Geld für die Heimreise aufbringen zu können.
1925 wurde in Nome ein Fall von Diphtherie entdeckt. Der Vorrat an Gegenmittel reichte für die 2000 Einwohner nicht aus. Mit einer Hundestaffel gelang es, das benötigte Serum in nur fünf Tagen von Nenana nach Nome zu transportieren. Normalerweise benötigte man für die Wegstrecke 25 Tage. Leonhard Seppala, eine Legende im Schlittenhundesport, legte dabei die grösste Teilstrecke zurück. Zur Erinnerung an diese grossartige Rettungsfahrt mit Schlittenhunden wird in Alaska seit 1973 jedes Jahr das bekannte Iditarod-Rennen gestartet. Es führt vom Startort Anchorage, streckenweise auf der Originalstrecke von 1925, nach Nome. Iditarod: Das sind 1000 Meilen durch die unberührte Wildnis Alaskas. Während das Siegerteam 1973 noch gut 20 Tage benötigte, schaffte Doug Swingley aus Montana 1995 die Strecke in 9 Tagen, 2 Stunden und 42 Minuten. Neuer Rekord!